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Solaranlage finanzieren

Eine Solaranlage als Geldanlage

Eine Solaranlage ist eine rentable und sichere Geldanlage. Denn zum einen sichern sich Betreiber einer Photovoltaik-Anlage eine staatliche Förderung in Form einer Einspeisevergütung, garantiert für 20 Jahre, zum anderen können sie die Kosten für die Anlage abschreiben.

Steuerliche Vorzüge

Private Betreiber einer Photovoltaikanlage gelten im steuerlichen Sinn als Unternehmer, sofern sie "den erzeugten Strom ganz oder teilweise regelmäßig und nicht nur gelegentlich in das allgemeine Stromnetz einspeisen." Somit wird diese Umsatzsteuer/Mehrwertsteuer fällig.

Hinweis: Mit einer privaten Photovoltaik-Anlage wird der Eigentümer rechtlich und steuerlich zwar als Unternehmer eingestuft, eine Gewerbeanmeldung ist in der Regel nicht notwendig.

Keine Umsatzsteuer-Erstattung für Kleinunternehmer

Lassen sich Solaranlagenbesitzer nicht als Kleinunternehmer deklarieren, erstattet das Finanzamt die 19 Prozent Umsatzsteuer/Vorsteuer, die vor allem für die Anschaffungs-, Betriebs- und Reparaturkosten anfallen. Sogar die Mehrwertsteuer für die Sanierung des Daches im Vorfeld der Installation der Solaranlage gibt es zurück. Dies gilt allerdings nur für die Fläche, auf der die Anlage vorgesehen ist.

Wird auf die Kleinunternehmerreglung verzichtet und die Vorsteuer-Rückerstattung in Anspruch genommen, muss in den ersten beiden Jahren nach Inbetriebnahme der Anlage monatlich eine Umsatzsteuer Voranmeldung beim Finanzamt eingereicht werden. Ob ein Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung sinnvoll ist, sollte auf jeden Fall mit dem Steuerberater geklärt werden.
Abschreibung

Für Solar-Anlagen, die ab 2008 ans Netz gingen und gehen ist eine lineare Abschreibung über 20 Jahre möglich. Pro Jahr können fünf Prozent der Anschaffungskosten steuerlich geltend gemacht werden.

Investitionsabzugsbetrag

Die Anschaffungskosten können in Höhe von 40 Prozent
bereits vor dem Kauf der Anlage steuermindernd abgezogen werden, sofern die Investition im Laufe der folgenden drei Jahre erfolgt.
Wird der beantragte Investitionsabzugsbetrag durch das Finanzamt anerkannt, zählt er im Jahr des Kaufs zu den Betriebseinnahmen und senkt den abzuschreibenden Kaufpreis der Photovoltaik-Anlage. Die Steuerersparnis vor der Anschaffung bleibt somit erhalten. Soll z. B. die Anlage in Höhe von 40.000 Euro 2014 installiert werden, lassen sich in 2012 bereits 10.000 Euro als Betriebsausgaben absetzen. Die Kaufabsicht muss stichhaltig nachgewiesen werden, beispielsweise durch eine verbindliche Bestellung.

Sonderabschreibung

Zusätzlich gibt es eine Sonderabschreibung von bis zu 20 Prozent der Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Diese kann im Jahr der Anschaffung oder in den darauffolgenden vier Jahren angesetzt werden. Um die Sonderabschreibung nutzen zu können, darf der Gewinn  nicht mehr als 100.000 Euro betragen.

Sofern die Sonderabschreibung in Anspruch genommen wurde, muss nach fünf Jahren der Restwert der Solaranlage ermittelt werden, der die restlichen 15 Jahre regulär abgeschrieben wird. Wie die Sonderabschreibung aufgeteilt wird hängt von der Steuerlast ab. Ist diese bereits im ersten Jahr außergewöhnlich hoch, empfiehlt es sich, die Sonderabschreibung bereits in diesem Jahr voll auszuschöpfen.

Generell keine Steuerersparnis bei Dachsanierung

Aufwendungen für die Dacherneuerung vor dem Aufbau einer Solaranlage können nicht als Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Ausnahme: Dient das Dach nicht nur als bloße Halterung, sondern wird die Anlage ins Dach integriert, beispielsweise wenn Solardachziegel, Solardachfolien oder Dachziegel mit eingebauten Photovoltaikmodulen angebracht werden müssen, können die Kosten steuerlich geltend gemacht werden.

Finanzierung einer Solaranlage

Einige Banken und Sparkassen bieten spezielle Kredite für die Finanzierung von Solarstromanlagen an. Besonders günstige Konditionen gibt es bei der staatlichen KfW-Bank oder der Deutschen Kreditbank mit dem "DKB-Energie". Nicht selten lohnen sich aber auch normale Ratenkredite. Für Interessenten lohnen sich deshalb mehrere Konditionsanfragen.